Am Samstag ab 20.00 Uhr wurde die Nachtübung vorbereitet. Um halb elf konnte es dann auch losgehen - es war ja nun endlich dunkel. Die Hunde mußten uns durch verschiedene Stationen begleiten. Als erstes passierten wir "Disconebel". Passieren ist eigentlich das falsche Wort. Die Mausi zog mich längs hinter sich her. Nur eben gaanz schnell dran vorbei. Tyrant mußte gezogen werden.

Ein paar Meter weiter saß Heidi in einem Gerätehäußchen und lärmte uns mit einer Tröte voll. Mausi zog mich wie gehabt fast ins Gebüsch. Tyrant erschreckte sich ziemlich, ließ sich dann aber zum Mitlaufen bewegen. An der nächsten Sation bekamen wir rasselnde Kanister vor die Füße geworfen. Das störte die Mausi nun nicht mehr und sie lief brav neben mir her. Ähnlich wars mit Tyrant. Auch die folgenden Stationen wie Schreckschußpistole, durch und über Folien laufen, meisterten die beiden mit Bravour. Zum Abschluß dann der Höhepunkt der Nachtübung. Ein fingierter Überfall sollte zeigen, ob uns unsere Vierbeiner im Ernstfall beschützen würden. Als erstes lief ich mit Pryscilla. Ich konnte den "Angreifer" im Schutzdienstanzug nicht sehen. Pryscilla aber auch nicht! Plötzlich wurde ich auch schon geschupst und angebrüllt und landete in hohem Bogen rücklings auf dem Platz. Pryscilla hüpfte fix hinter mich, bloß dem vermeintlichen Angreifer nicht zu nahe kommen. Außerdem stupste sie an mir herum, unter dem Motto: Ganz schnell aufstehen und weggehen. Wenigstens hat sie auf mich gewartet und nicht ganz im Stich gelassen. Tyrant dagegen hat sich so erschrocken, dass der gaanz schnell gaanz weit weggelaufen ist. Kleines Weichei...

Andererseits: Wir haben eben Kleine Kuschelhunde...